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Martin Bucer Seminar

Kurstext 5 · zu Episode 5

Bestimmung — Gewissen, Herrschaft, Verherrlichung

1. Das Gewissen als Werkzeug der Erneuerung

Der Kurs hat die Wiedergeburt als Neuschöpfung beschrieben: als Umkehr der Richtung, nicht als Stimmungswechsel. Damit stellt sich die Frage, wo diese Erneuerung im Menschen greift. Rushdoony antwortet mit dem Gewissen — und mit einer These, die den heutigen Sprachgebrauch in Frage stellt: Das Gewissen ist keine allgemein-menschliche Größe. «Die Vorstellung vom Gewissen, die wir haben, ist eine biblische Vorstellung. Sie existiert außerhalb der Schrift nicht» (Rushdoony, «Conscience», RR131U37 — eigene Übersetzung). Bei Griechen und Römern bedeuteten Gewissen und Bewußtsein dasselbe; ein «gutes Gewissen» war folgerichtiges Denken und hatte mit Moral nichts zu tun. Bei Assyrern und Babyloniern gab es ein Wissen um Sünde, aber kein Gewissen im biblischen Sinn.

Was das Gewissen biblisch ist, zeigen die Texte, die Rushdoony dieser Lektion zugrundelegt:

„das Endziel des Gebotes aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben." (1Tim 1,5)

„indem du den Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst. Dieses haben einige von sich gestoßen und darum im Glauben Schiffbruch erlitten." (1Tim 1,19)

Das Gewissen ist demnach kein bloßes Schuldgefühl, sondern das Organ, mit dem der Mensch sein Handeln am Gesetz Gottes mißt. Es ist an den Glauben gebunden — wer es «von sich stößt», erleidet Schiffbruch im Glauben. Die Systematik bestimmt es genauer:

Augustus Hopkins Strong, Systematic Theology, «Conscience»: «Das Gewissen ist des Menschen Bewußtsein seiner eigenen sittlichen Verhältnisse, verbunden mit einem eigentümlichen Gefühl angesichts derselben. Es ist kein eigenes Vermögen wie Verstand, Gemüt und Wille, sondern eine Weise, in der diese wirken» (eigene Übersetzung).

Wenn das Gewissen kein Sondervermögen ist, sondern die Art, wie Verstand und Wille angesichts von Recht und Unrecht arbeiten, dann ist die Erneuerung des Sinnes (Röm 12,2) zugleich eine Erneuerung des Gewissens. Und daraus folgt die Verkehrung, die Titus benennt:

„Den Reinen ist alles rein; den Befleckten aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern sowohl ihre Gesinnung als auch ihr Gewissen sind befleckt." (Tit 1,15)

Rushdoonys eigener Akzent — als seine Position kenntlich gemacht — ist hier zugespitzt: Die therapeutische Umdeutung der Schuld in «Schuldgefühl» ist nicht ein Fortschritt der Seelenkunde, sondern die Flucht vor der Sünde. Wer das Gewissen zum Gefühl erklärt, macht das Werkzeug der Erneuerung unbrauchbar.

2. Bekenntnis und Vergebung: der Weg zurück in die Gemeinschaft

Das erneuerte Gewissen drängt zum Bekenntnis. Rushdoony betont, daß der Mensch von Schöpfung wegen ein «bekennendes Geschöpf» ist: Jedes Leben ist eine ununterbrochene Beichte dessen, was das Herz begehrt — die Frage ist nur, wem sie gilt. Die Wörter homologeo und exomologeo bedeuten «dasselbe sagen», «übereinstimmen». Bekenntnis heißt also nicht, Gott zu informieren, sondern seine Sicht der Dinge zu übernehmen.

„Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." (1Joh 1,8-9)

Das «treu und gerecht» ist mehr als eine freundliche Zusage; es ist ein Rechtsverhältnis. Matthew Poole erläutert:

Matthew Poole zu 1Joh 1,9: «Treue ist ein Teil der Gerechtigkeit … es steht bei ihm jene Billigkeit und Rechtschaffenheit, die ihn nicht zuläßt, von uns die Genugtuung zu fordern, die er in dem Versöhnungswerk seines Sohnes angenommen hat» (eigene Übersetzung).

Vergebung ist damit kein Nachlassen aus Schwäche, sondern die rechtmäßige Aufhebung einer Schuld. Kolosser 2,13-15 sagt, was geschieht:

„und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete." (Kol 2,14)

Rushdoony faßt das mit einem juristischen Bild: «Das Wort Vergebung gehört vor einen Gerichtshof. Gottes Gerichtshof. Es heißt kurz gesagt, daß die Anklage fallen gelassen wird, weil Genugtuung geleistet ist» («Forgiveness», RR131V39 — eigene Übersetzung). Er betont dabei als seine Position, daß die Wiedergutmachung des Menschen zweitrangig bleibt: primär ist die Genugtuung Christi; die unsere ist Folge der Gnade, niemals ihr Grund. Und weil die Vergebung richterlich ist, hat sie auch einen Fürsprecher:

„Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten." (1Joh 2,1)

Bekenntnis und Vergebung führen zurück in die Gemeinschaft — zuerst zu Gott, dann zum Bruder. Darin unterscheiden sie sich von der privaten Entlastung: Vergebung stellt wieder her, was die Sünde trennt. Darum gehört das öffentliche Bekenntnis dazu:

„Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel." (Mt 10,32)

3. Hoffnung und Friede als Früchte der Neuschöpfung — und ihre Unterscheidung vom Optimismus

Der Römerbrief verbindet Rechtfertigung, Friede und Hoffnung in einem einzigen Gefüge:

„Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes." (Röm 5,1-2)

„die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist." (Röm 5,5)

Rushdoony legt Gewicht darauf, daß elpis, Hoffnung, eine «günstige und zuversichtliche Erwartung» meint und nicht eine Stimmung, sondern eine religiöse Tatsache ist: Jede Kultur verkörpert eine Hoffnung, und «wenn die Menschen die Hoffnung verlieren, beginnt die Zivilisation zu zerfallen» («Hope», RR131S34 — eigene Übersetzung).

Der Friede gehört zu derselben Wirklichkeit. Jesus verheißt ihn nicht als Abwesenheit von Not:

„Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!" (Joh 16,33)

Und das Alte Testament markiert die Grenze:

„Keinen Frieden, spricht mein Gott, gibt es für die Gottlosen!" (Jes 57,21)

Genau hier liegt die Unterscheidung vom Optimismus. Optimismus rechnet damit, daß sich die Umstände bessern; biblische Hoffnung ruht in der Auferstehung und hängt nicht an den Umständen. Optimismus umgeht die Prüfung; Hoffnung wächst durch sie hindurch. Paulus nennt die Kette ausdrücklich: Bedrängnis bewirkt standhaftes Ausharren, Ausharren Bewährung, Bewährung Hoffnung (Röm 5,3-4). Hoffnung und Friede sind also Früchte, die im Erprobten reifen — keine angeborene Heiterkeit.

4. Die Gemeinde als Herde — Herrschaft als Hirtendienst

Psalm 23 beschreibt das Volk Gottes als Herde, und damit auch das Wesen rechter Herrschaft:

„Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern." (Ps 23,1-2)

Keil weist darauf hin, daß Stab und Stecken die Geräte des Hirten sind, nicht des Wanderers — Werkzeuge der Leitung und der Verteidigung:

Carl Friedrich Keil zu Ps 23,4: «Der eine Stab, den der Hirte hochhält, um die Herde zu leiten, und auf den er sich stützt, während er angstvoll über die Herde wacht, hat in der Vorstellung des Bildes eine doppelte Gestalt angenommen. Dieser Stab und Stecken in Gottes Hand trösten ihn, das heißt, sie bewahren ihm das Gefühl der Sicherheit und damit einen freudigen Mut» (eigene Übersetzung).

Rushdoony macht als seinen eigenen Akzent geltend, wie unromantisch dieses Bild ist. Ein Viehzüchter habe ihm einmal gesagt, kein Viehzüchter höre es gern, mit Schafen verglichen zu werden: Schafe seien schmutzig, stumpf und bedürften der Betreuung rund um die Uhr. «Wenn Gott uns mit Schafen vergleicht, tut er es als der allmächtige, allweise Gott, der weiß, wovon er redet» («Men and Sheep», RR131W41 — eigene Übersetzung). Das Hirtenbild ist also nicht sentimentale Beschönigung, sondern Demütigung.

Von hier aus gewinnt «Herrschaft» ihre Gestalt: Dominion ist im biblischen Sinn nicht Despotie, sondern Hirtendienst. Calvin formuliert denselben Gedanken am Eingang von Hebräer 4:

Johannes Calvin zu Hebr 4,1: «Es ist die Pflicht eines guten Hirten, über die ganze Herde so zu wachen, daß jedes einzelne Schaf bedacht wird und keines verlorengeht; ja wir sollen so füreinander fühlen, daß jeder für seinen Nächsten ebenso bangt wie für sich selbst» (eigene Übersetzung).

Damit schließt sich der Kreis zur ersten Episode: Der Mensch ist zum Herrschen geschaffen, und die Gestalt dieser Herrschaft ist die des Hirten, der sein Leben für die Schafe einsetzt.

5. Werke als Frucht, nicht als Grund

Die Frage nach dem höchsten Gut — dem summum bonum — ist die alte Frage der Ethik. Rushdoony beobachtet, daß sie von der Philosophie fallen gelassen und an die Politik abgegeben wurde: Marxismus, Fabianismus und Deweysche Erziehung antworten auf dieselbe Frage — der Staat oder die Lust des Einzelnen als höchstes Gut. Dem stellt Jesus die seine entgegen:

„Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!" (Mt 6,33)

Rushdoony betont, daß hier die Rangordnung festgelegt wird: nicht das Hinzugefügte ist das Erste, sondern das Reich («Man's Highest Good», RR131S33). Daraus ergibt sich die Stellung der Werke. Sie sind nicht der Grund der Annahme, sondern ihre Frucht — und doch unverzichtbar, weil der Glaube sich in ihnen erweist. Die Schrift, die zur Erneuerung führt, rüstet gerade zu ihnen aus:

„damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet." (2Tim 3,17)

Und der Titusbrief zieht die Gegenseite scharf: «Sie geben vor, Gott zu kennen, aber mit den Werken verleugnen sie ihn» (Tit 1,16). Werke sind also weder verdienstlich noch gleichgültig; sie sind die Gestalt, in der sich Glaube oder Unglaube zeigt. Der paulinische Imperativ macht das zum Lebensvollzug:

„Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist." (Röm 12,2)

6. Der vierte Stand: Baum des Lebens, Stiftshütte, Auferstehungsleib, Sabbatruhe

Rushdoony leitet den Vierten Stand mit einer Warnung ein: Wir haben nur «Hinweise» der Schrift, und wir dürfen weder über sie hinauslesen noch sie übergehen. Der Schlüssel, der sie zusammenhält, sei die Arbeit: In der Herrlichkeit arbeitet der Mensch — aber ohne die Vereitelung durch Sünde und Tod («Works», RR131W42 — eigene Übersetzung).

Der Baum des Lebens und der Strom des Wassers stehen am Ende der Offenbarung:

„In der Mitte zwischen ihrer Straße und dem Strom … [war] der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt … und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker. Und es wird keinen Fluch mehr geben; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen." (Offb 22,2-3)

Matthew Henry sieht darin das wiedergewonnene Paradies:

Matthew Henry zu Offb 22,1-5: «Der himmlische Zustand, der zuvor als Stadt beschrieben und das neue Jerusalem genannt wurde, wird hier als Paradies beschrieben — anspielend auf das irdische Paradies, das durch die Sünde des ersten Adam verloren wurde; hier ist ein anderes Paradies, wiederhergestellt durch den zweiten Adam» (eigene Übersetzung).

Der Auferstehungsleib ist die Gestalt, in der der Mensch diesen Zustand bewohnt. Christus ist der Erstling:

„Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden. … Denn er muß herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Als letzter Feind wird der Tod beseitigt." (1Kor 15,20.25-26)

Calvin erklärt den Erstling aus dem alttestamentlichen Ritual:

Johannes Calvin zu 1Kor 15,20: «Wie durch die Erstlingsfrüchte der Ertrag des ganzen Jahres geheiligt wurde, so erstreckt sich die Kraft der Auferstehung Christi auf uns alle … die übrigen Toten werden ihm folgen wie die ganze Ernte den Erstlingsfrüchten» (eigene Übersetzung).

Und Paulus beschreibt den Wandel der Beschaffenheit:

„es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit … es wird gesät ein natürlicher Leib, und es wird auferweckt ein geistlicher Leib." (1Kor 15,42.44)

„Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen." (1Kor 15,49)

Calvin betont dabei als Ausleger, daß die Substanz des Leibes dieselbe bleibt und nur die Qualität verwandelt wird. Der Philipperbrief nennt dasselbe Ziel:

„der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, so daß er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit." (Phil 3,21)

Die Stiftshütte schließlich ist der Ort dieses Wohnens Gottes bei den Menschen, vollendet in der neuen Schöpfung: «Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen» (Offb 21,3). Und alles mündet in die Sabbatruhe:

„Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten; denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleichwie Gott von den seinen." (Hebr 4,9-10)

Calvin sieht darin das höchste Gut des Menschen:

Johannes Calvin zu Hebr 4,10: «Das höchste Gut des Menschen ist nichts anderes als die Vereinigung mit Gott; diese wird erreicht, wenn wir nach ihm als unserem Urbild geformt werden. … Von seinen Werken ruhen aber heißt, das Fleisch töten, wenn ein Mensch sich selbst absagt, um Gott zu leben» (eigene Übersetzung).

So greift die Bestimmung über die Geschichte hinaus: Die Erneuerung führt den Menschen in die Ruhe, die Gott selbst von seinen Werken hielt.

7. Das Wirklichkeitsprinzip und die Achse des Kurses

Der Kurs schließt mit einem einzigen Satz aus Psalm 14, der die ganze vorangegangene Psychologie noch einmal bündelt:

„Der Narr spricht in seinem Herzen: »Es gibt keinen Gott!« Sie handeln verderblich, und abscheulich ist ihr Tun; da ist keiner, der Gutes tut." (Ps 14,1)

Rushdoony nennt das den «Wirklichkeitssinn» (the Reality Principle) und erklärt, worin die Narrheit besteht: Der Tor blickt nur auf den Augenblick. Weil das Gericht über sein Tun noch nicht hereingebrochen ist, schließt er, es gebe keinen Gott. «Er hat keinen Sinn für die Wirklichkeit. Er hat es versäumt zu sehen, daß die Geschichte immer wieder das Gericht Gottes kundtut, daß Gott in der Geschichte stets am Werk ist» («The Reality Principle», RR131Z47 — eigene Übersetzung). Die Gottlosigkeit ist damit nicht zuerst ein Gedanke, sondern eine verkürzte Wahrnehmung, die die Totalität der Wirklichkeit ausblendet.

Hier fügt sich die Achse des ganzen Kurses zusammen. Der Erste Stand zeigte den Menschen als reifes Bild Gottes — erkenntnisfähig, arbeitend, herrschend, verantwortlich. Der Zweite Stand zeigte die Verkehrung dieses Bildes im Fall. Die Infantilisierung zeigte die Fluchtgestalt: den Erwachsenen, der lieber als Kind regiert wird. Der Dritte Stand zeigte die Regeneration als Neuschöpfung, die zur Mündigkeit zurückruft. Der Vierte Stand zeigt die Bestimmung: Gewissen, Bekenntnis, Hoffnung, Friede, Werke, Auferstehungsleib, Sabbatruhe. Alles zielt auf die Wirklichkeit, die der Tor leugnet.

Das Ziel der Seelsorge und Beratung ist damit festgelegt und zugleich abgegrenzt. Es ist nicht die Anpassung an den Weltlauf, die Röm 12,2 ausdrücklich verbietet. Es ist ebensowenig die Selbstverwirklichung, die den Menschen in sich selbst einschließt — jenen Zirkel, aus dem das Evangelium herausruft. Es ist Herrschaft und Heiligung: die Wiedergewinnung der Reife, die den Menschen fähig macht, unter Gottes Gesetz zu herrschen und ihm zu dienen — hinein in die Ruhe, die Gott von seinen Werken hielt.

Quellen

Bibelübersetzung: Schlachter 2000 (Genfer Bibelgesellschaft), zitiert nach dem lokalen Cache `quellen/schlachter_cache.json`. Verwendete Stellen: 1Tim 1,5 · 1Tim 1,19 · Tit 1,15-16 · 1Joh 1,8-9 · 1Joh 2,1 · Kol 2,13-15 · Mt 10,32 · Röm 5,1-2.5 · Joh 16,33 · Jes 57,21 · Ps 23,1-2 · Mt 6,33 · 2Tim 3,17 · Röm 12,2 · Offb 22,2-3 · 1Kor 15,20.25-26.42.44.49 · Phil 3,21 · Offb 21,3 · Hebr 4,9-10 · Ps 14,1.

Kommentare (Olive Tree, eigene deutsche Übersetzung):

Systematik (Reformed Mind):